| |
Die Rinde ist die äußere Umhüllung des Baumes. Durch ihre besonderen Eigenschaften schützt sie den Baum gegen mechanische Verletzungen, Wasserverlust, Hitzeeinwirkung und Klimaschwankungen. Weitere wichtige Funktionen sind der Schutz vor Pilzen und Insekten. Jede Baumart hat eine für sie typische Rindenstruktur entwickelt. Gemeinsam ist allen Rindenarten eine erhebliche Konzentration von Mineralien, Gerbstoffen, Wachsen, Fetten und Harzen. Rinde ein Naturprodukt Gleichgültig, ob ein Baumstamm zu Brettern, Balken oder Zellstoff verarbeitet wird, die für den Baum lebensnotwendige Verpackung wird entfernt.
Der Stamm wird also entrindet. Schon lange weiß man, daß Rinde ein wertvoller Humusrohstoff ist. Die Umwandlung der Rinde zu standardisierten Humus-Produkten zur Anwendung im Reben-, Obst-, Gemüse, Garten- und Landschaftsbau, für Spiel-und Sportplätze und in der Tierhaltung ist deshalb eine in jeder Hinsicht wünschenswerte Entwicklung.
Es lassen sich drei Produktgruppen unterscheiden:
- Rindenmulch zur Bodenabdeckung
-zerkleinerte, zum Teil fraktionierte Baumrinde.
- Rindenhumus zur Bodenverbesserung
-zerkleinerte, fraktionierte und fermentierte (ankompostierte) Rinde mit oder ohne Nährstoffzusätzen.
- Rindenkultursubstrat zur Direktbepflanzung
- Kultursubstrat auf der Basis fermentierter Rinde unter Beimischung anderer substratfähiger Stoffe mit Nährstoffzusatz als direkt bepflanzbarer Nährboden, z.B. Blumenerde.

|